Herzinfarkt bei Frauen | Auf welche Symptome du achten solltest

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Beim Herzinfarkt zählt jede Minute: Schnelles Handeln aller ist gefragt, um das Schlimmste zu verhindern. Doch bei betroffenen Frauen treten oft Symptome auf, die viele Menschen gar nicht mit einem Herzinfarkt in Verbindung bringen. Lebensrettende Zeit geht dadurch verloren. Worauf du achten solltest erfährst du in diesem Beitrag. Bitte beachte auch, dass dieser Beitrag keinen Arztbesuch ersetzt und durch Internetrecherche entstanden ist.

Warum habe ich heute dieses Thema gewählt, fragst du dich vielleicht. Nun, weil es mich persönlich und uns alle betrifft und ich der Meinung bin, dass man immer wieder darüber lesen und sich informieren sollte. Man kann nicht oft genug darüber berichten, wie wichtig Prävention, aber auch das schnelle und richtige Handeln ist. Die Quellenangaben findest du am Ende des Beitrages.

Was ist ein Herzinfarkt?

Er kommt selten aus heiterem Himmel. Meist geht einem Herzinfarkt eine Koronare Herzkrankheit voraus. Dabei verengen sich die Herzkranzgefäße, die das Herz umgeben und es mit Sauerstoff versorgen. Eine gesunde Gefäßinnenhaut hat eine samtene Oberfläche. Hoher Blutdruck oder ein hoher Cholesterinspiegel verursachen darin Kratzer. Hier lagern sich Blutplättchen und Fett ab, sodass sich das Gefäß allmählich verengt. Verschließt sich ein Herzkranzgefäß ganz, kommt es zum Herzinfarkt. 

Weitere Risikofaktoren, die Gefäßen zusetzen, sind Rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel, Diabetes, aber auch genetische Faktoren. Beim Infarkt werden Teile des Herzmuskels nicht mehr durchblutet. Das verstopfte Gefäß muss daher so schnell wie möglich mittels Kathetertechnik geöffnet werden, sonst sterben die Herzmuskelzellen rapide ab, und es können Narben entstehen die die Pumpfunktionen beeinträchtigen. Bei schweren Herzrhythmusstörungen (Kammerflimmern) kommt es zum Herzstillstand.

 


Als erste Hilfe erzeugt Herzdruckmassage einen künstlichen Blutkreislauf, der dem Gehirn Blut und damit Sauerstoff zuführt, sodass keine Hirnzellen absterben. Damit es gar nicht erst so weit kommt, müssten schon bei ersten Anzeichen einer koronaren Herzkrankheit wie Müdigkeit oder Kurzatmigkeit die richtigen Schlüsse gezogen werden. Doch die Gefahr bleibt häufig unentdeckt und wird weiter unterschätzt.

Infarktsymptome empfinden Frauen oft anders als Männer. Übelkeit und Bauchschmerzen werden selbst von Ärzten leicht mit einer Magenverstimmung verwechselt. Dabei beginnt zehn Jahre nach der Menopause, wenn die Gefäße nicht mehr durch Östrogene geschützt sind, eine Risikozeit. Tatsächlich sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die häufigste Todesursache bei Frauen. Bei unter 40-Jährigen erhöht die Kombination aus Rauchen und der "Pille" das Infarktrisiko. 

Tipps für die Herzgesundheit

Natürlich ist es wichtig, bei Herzerkrankungen seine Medikamente wie zum Beispiel Blutverdünner einzunehmen. Zusätzlich kannst du jedoch selbst mit einer gesunden Lebensweise sozusagen das Ruder noch einmal herumreißen und dein Infarktrisiko erheblich senken:

1. Mindestens dreimal 30 Minuten intensive Bewegung pro Woche, was auch dabei hilft, möglichst nah am Normalgewicht zu bleiben. Wenn du dir da noch unsicher bist, frage deinen Arzt, welche Sportart er dir empfehlen kann! Versuche möglichst jeder Ausrede aus dem Weg zu gehen. Draußen liegt gerade Unmengen an Schnee und du hast keine Lust zu joggen? Oder bist du eher der Fitnessstudiogänger, kannst aber dein Studio nicht besuchen, weil ganz Deutschland seit Monaten ihre Studios geschlossen hat? Wir sind im Jahre 2020/2021, nur zur Info für alle Leser*innen, die diesen Beitrag irgendwann später lesen werden und nicht wissen, worüber ich hier gerade schreibe: googelt mal.

Nun, es gibt immer eine Lösung. Besorge dir das was du für deine Kraft und Kondition brauchst für zu Hause. Ich bin eine große Befürworterin meiner verstellbaren Hanteln, überlege aber schon seit einiger Zeit, mir ein kleineres Gerät in mein Büro zu stellen. Eine sehr gute Auswahl an hochwertigen Modellen findest du z. B. bei www.maxxus.com.

2. Eine gesunde Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse, wenig Fleisch und Wurst spielt eine wichtige Rolle. Sie bietet die Möglichkeit, den Cholesterinspiegel und Bluthochdruck zu senken. Mache einfach einen Termin bei einer Ernährungsberatung oder frage bei deiner Gesundheitskasse nach entsprechendem Angebot. Außerdem gibt es wunderbare Kochbücher, die so schön gestaltet und einfach erklärt sind, dass es auch einem Kochmuffel wie mir Spaß machen kann, sich diesem Thema intensiver zu widmen.

3. Hole dir jede Hilfe, die du benötigst. Sei es bei der Raucherentwöhnung oder Stressvermeidung. Dein Leben sollte es dir wert sein. 

 

Wie können speziell Frauen dem Herzinfarkt vorbeugen?

Frauen ab Ende 40, Anfang 50 sollten sich beim Hausarzt auf eine Koronare Herzerkrankung untersuchen lassen. Ein EKG, Belastungs-EKG, Ultraschall des Herzens und der Halsschlagader können Aufschluss darüber geben, ob die Herzkranzgefäße von Arteriosklerose betroffen sind. Ohne einen gezielten Checkup wird der schleichende Gefäßverschluss häufig gar nicht oder erst dann bemerkt, wenn die Gefäße schon zu über 70 Prozent verschlossen sind. Oder beim komplettem Verschluss, dem Herzinfarkt! Arteriosklerose bildet sich nicht zurück, kann aber durch eine gesunde Lebensweise gestoppt werden. 


 

Was sind die Symptome bei Herzinfarkt?

Schmerzen, die länger als fünf Minuten anhalten:

  • im Kiefer-Hals-Bereich
  • im Rücken oder Schultern
  • im Brustbereich
  • im Oberbauch
  • im linken/rechten Arm

Weitere Symptome:

  • kalter Schweiß
  • Atemnot
  • Übelkeit/Erbrechen

Was tun bei Verdacht auf Herzinfarkt?

  1. Nie abwarten, auch nicht am Wochenende, Feiertag oder in der Nacht - SOFORT handelt! Unverzüglich den Notruf über die 112 wählen
  2. Die Person beruhigen und mit dem Oberkörper etwas erhöht bequem lagern. Einengende Oberteile öffnen, um das Atmen zu erleichtern.
  3. Der Herzinfarkt kann zu einem Herzstillstand führen. Bei Bewusstlosigkeit den Kopf mit Kinn nach ober überstrecken
  4. Als LAIE KEINE Mund-zu-Mund-Beatmung! Die Person flach hinlegen und Herzdruckmassage durchführen bis der Notarzt eintritt.


Quelle: https://www.herzstiftung.de/

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